GONE RURAL 1

NICHT NUR HABEN WIR PERSÖNLICH WIR EINE SEHR ENGE BEZIEHUNG ZU SWASILAND, ABER AUCH EINER UNSERER LIEBLINGSDESIGNER UND TEAM VON PRODUZENTEN BEFINDET SICH AN DIESEM WUNDERSCHÖNEN FLECKEN ERDE. UNSERE BUSINESS-IDEE BEGANN IN SWASILAND UND WIR LIEBEN ES IMMER WIEDER AN DIESEN ORT ZURÜCK ZU KEHREN, UM GRANNY HELEN ZU BESUCHEN, ABER AUCH UM UNS INSPIRIEREN ZU LASSEN. HEUTE ERZÄHLEN WIR EUCH DIE GESCHICHTE VON GONE RURAL.

Gone Rural wurde mit der Vision gegründet Kunsthandwerk beizubringen und Frauen mittels Aufträge von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit zu befördern – auch für Frauen, die in den entlegensten Gebieten Swasilands wohnen. Heute ist Gone Rural gemeinschaftlich organisiert und mehr als nur eine „Fair Trade“ Organisation. Gone Rural ist ein Vorbild an ausgezeichneter Handwerkskunst und sie haben es geschafft Pioniergeist, Gesundheits- und Bildungsprogramme und ein Gefühl von Gemeinschaft zusammen zu vereinen. Frauen aus den Gemeinden und umliegenden Dörfern verkaufen vor den Atelier ihre Waren – Kleider, Gemüse oder selbstgebackenes Brot. In den letzten Jahren entstand ohne das Zutun von Gone Rural ein informeller Markt.

„WENN WIR ARBEITEN, FLECHTEN WIR ALLE STRÄNGE ZUSAMMEN, SO WIE ES UNSERE MÜTTER UND GROSSMÜTTER VOR UNS GETAN HABEN. INSPIRIERT VON DER VERGANGENHEIT, KREIEREN WIR EINE NEUE GEGENWART MIT NEUEN ELEMENTEN, MUSTERN UND MÖGLICHKEITEN. DAS LEBEN IST DIE EINZIGE KONSTANTE.“ – GONE RURAL

DER ANFANG

Gone Rurals Wurzeln gehen zurück in die 70er-Jahre, in eine kleine Lehmhütte. Die Gründerin Jenny Thorne betrieb dazumal einen kleinen Shop, verkaufte alles von Kleidern über Accessoires bis hin zu Anti-Apartheid-Literatur. Als das Geschäft wuchs und sie zwei weitere Shops eröffnete, entschied sich Jenny dazu, sich auf gewobene Produkte zu konzentrieren. Sie wagte sich in die Berge wo das Lutindzi Gras wild und üppig wuchs. Ihre Vision: Unabhängigkeit für Frauen und eine Stimme. 1992 war Gone Rural geboren. Etwas über 20 Jahre später zählt Gone Rural mehr als 750 Handwerker aus über 13 Gemeinden.

2009 gründete Gone Rural ein Vorstand bestehend aus 14 Kunsthandwerkern – je ein Vertreter aus den 13 Gemeinden – und einem Gone Rural-Mitglied. Jedes Vorstandsmitglied wird von den Frauen der Gemeinden ausgewählt und muss über über die strategische Planung, Politik und Preise mitverhandeln. Die Zusammenarbeit diesen starken Frauen war und ist ein Schritt nach vorne – ökonomisch wie auch sozial. Gone Rural arbeitet mit über 750 Frauen aus 13 Gemeinden und über drei Regionen verteilt zusammen. Jede Gemeinde erstellt unterschiedliche Produkte her und baut auf die entsprechenden traditionellen Arbeitstechniken oder Rohmaterialien, die in den entsprechenden Regionen vorkommen. Des Weiteren werden die Frauen in neuen Arbeitstechniken und Produkten geschult.

LUTINDZI GRAS

“Lutindzi” ist ein Swazi Ausdruck für das starke, drahtige Riedgras. Das Gras wächst wild im kargen Weidegelände in den Bergen von Swasiland. Traditionsgemäss wird das Gras einmal im Jahr geerntet, wobei es aus nachhaltigen Gründen oberhalb der Wurzeln geschnitten wird. Das Gras hat eine wächserne Oberfläche, ist somit Wasser und Schmutz abweisend und darum ein ausgezeichnetes Material für Tischsets oder Bodenmatten.

SISAL FASER

Die Sisal Pflanze ist ein invasives Unkraut, aber äusserst nützlich, um einen Zaum um die traditionellen Hütten zu bauen. Die Sisal Faber wird vom Stamm abgestreift und gewaschen. Der Stamm wächst wieder nach und kann mehrmals pro Jahr abgeerntet werden. Die Faser wird zu einem Seil gesponnen und wird vor allem für das Zusammennähen der Tischsets verwendet.

DER VERARBEITUNGSPROZESS

Der Prozess beginnt in den Bergen mit der Ernte des Lutindzi Gras. Das Gras wird den Gemeinden abgekauft und im Atelier von Gone Rural mit umweltfreundlichen Farben und in mit Holz eingeheizten Trommeln eingefärbt. Das gefärbte Gras wird zum Trocknen an die Sonne gelegt.

Sobald das gefärbte Gras trocken ist, wird es gewogen, gebündelt und in die Dörfer zurück transportiert. Die Frauen erhalten genaue Instruktionen von Gone Rural und sie beginnen mit der Produktion. Ein neuer Zyklus beginnt. Dabei können sie genau festlegen, wie gross ihr Auftrag sein soll. Wenn die Frauen auf den Feldern bei der Ernte mithelfen, haben sie weniger Zeit zum Flechten. Sie können also selbst bestimmen, wie viel Zeit sie dem Auftrag von Gone Rural und ihrem eigenen Haushalt widmen können und möchten.

Drei Wochen später holt das Produktionsteam von Gone Rural die produzierten Ware in den Gemeinden ab und platziert neue Bestellungen. Das Gone Rural Design Team arbeitet eng mit den Frauen zusammen, um Innovation und nicht zuletzt Tradition zu vereinen. Sie experimentieren immer wieder mit neuen Materialien und Techniken, der Designprozess ist dabei sehr praktisch und organisch organisiert. Obwohl Gone Rural ihre Inspiration in der natürlichen Vielfalt und dem Kulturerbe des Landes sucht, ist eine moderne Interpretation sehr wichtig. Ihr Fokus ist es Grenzen zu überschreiten, neue Wege zu finden und die Zukunft neu zu definieren.

DIE VERGANGENHEIT ERHALTEN, DIE GEGENWART VERSTEHEN UND PIONIERARBEIT LEISTEN

Gone Rural ist seit 2006 Mitglied der World Fair Trade Organisation und ein Gründungsmitglied von SWIFT, Swaziland Fair Trade und von SAFTN, Southern African Fair Trade Network. Mit ihrem Engagement für ein nachhaltiges und soziales Geschäftsmodell, haben sie vielen Frauen in den ländlichen Gebieten ein Einkommen und eine Ausbildung ermöglicht. Dadurch können diese Frauen ihre Kinder zur Schule schicken und ihnen insgesamt bessere Startchancen im Leben ermöglichen. Ihre eigens gegründete Non-Profit Organisation – Rural boMoke – ergänzt ihr Engagement mit Gesundheits- und Bildungsprogramme.

 

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